Dämon
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Alle Dämonen sind abscheuliche Missgeburten gegen jegliche Ordnung und Vernunft. Sie sind die Illusionen von Geistesgestörten, entstanden durch der markverzehrenden und visionären Manie des Chaosgottes. Diese Geschöpfe entstammen nicht der fassbaren Welt, waren unbeteiligt an deren Entstehung und streben ebenso wenig deren Bewahrung an. Eher bilden sie Überbleibsel des alleinherrschenden Chaos, jenes bereits vor der Schöpfung war. Dämonen sind die eingefleischte Vernichtung und folgen nur einem Ziel - die Lebensformen der realen Welt zu zerstören, um sie durch ihre anormalen Träume zu erneuern. Sie beobachten die Welt aus der Chaosebene, unermüdlich und darbend nach den Gebrechlichkeiten forschend, die ihnen Einlass zum Reich der Sterblichen einräumen. Wo die schwarze Brut des Chaos flaniert, bricht Unordnung aus, entweicht die Urteilskraft und wird ein abscheuliches Blutvergießen über die Lebenden gebracht.
Als unwirkliche Wesen ohne Begehren nach Speis und Trank oder Tatenlosigkeit sind sie besonders erbarmungslos und empfinden weder Zwiespalte, Furcht oder Leid. Darüber hinaus kann die geisterhafte Erscheinung eines Dämons selbst die lebensgefährlichsten Blessuren erdulden. Den Dämon an sich kann man nicht schädigen, nur seine fassbare Hülle, wobei die Kreatur wieder in jene Ebene vertrieben wird, aus der sie gekommen ist. Von dort aus begeben sie sich auf neue Suche nach einem Wirtskörper, um seinen Rachegelüsten an dem Bannenden freien Lauf zu lassen.
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Heimat
Dämonen sind Kreaturen des Chaos, geformt in der Anarchie selbst. Ihr Geburtsort ist das Reich der Konfusion und alle beheimateten Geschöpfe haben ohne Ausnahme eine chaotisch böse Gesinnung. Sie hausen zusammen mit dem dunklen Gott Incendus im Imperium des Chaos, einer brodelnden und unbegreiflichen Dimension reiner Energie, die zwischen den Illusionen der geistig Umnachteten und Fantasten besteht. Die Dämonen befinden sich in den turbulenten Wogen der Macht im Reich der Konfusion und ringen nicht nur gegen andere Herrschaften, sondern auch untereinander um die Vormachtstellung. Für jene Wesen zählt nur das Gesetz des Willensstärkeren. Der Chaosgott Incendus kämpft ohne Unterlass gegen Kontrahenten, um die Kontrolle des Imperiums und deren Macht für sich allein zu beanspruchen und um sich der Dienerschaft der unteren Hierarchie sicher zu sein. Doch wie sehr sich die Dämonen auch bekriegen, man sollte nicht vergessen, dass der Großteil der finsteren Brut extrem scharfsinnig, heimtückisch und in der Lage ist, spitzfindig loszuziehen und unermüdlich den Angelegenheiten ihren Lauf zu lassen, da jene Rasse gemessen an anderen beinahe unausrottbar ist und sie in einer Richtung miteinander kopulieren - der Vernichtung der wirklichen Welt. Schon allein aus diesem Antrieb bringen sie des Chaos Schnitter, Unheil, Angst und Schrecken über das Reich der Lebenden und merzen auf bestialischste Art ihre Opfer aus.
Erscheinungsbild
Diese Rasse verkörpert scharenweise grundverschiedene Formen und ihre Vielfältigkeit dürfte schwerlich übertrumpfbar sein. Zudem passen sie ihre wahre Gestalt mit anschwellender Macht an. Fast nichts scheint ausgeschlossen und durch ihre äußerlichen Merkmale sind sie leicht zu erkennen. In der realen Welt nehmen sie meist die Form eines Erdengängers an, sei es nun ein Zwei- oder Vierbeiner. Dennoch kann man sie hier durch kleine Besonderheiten bei guter Beobachtung von anderen unterscheiden, sei es nun die Augenfarbe, Körperhaltung oder ein anderes kleines Detail. In der Chaosebene können sie Schwingen unterschiedlichster Art ausweisen, schlangenförmige oder anders entfremdete Ober- oder Unterleiber besitzen, Hornträger, Stachelschweifige oder –häutige sein, über entartete Pranken und einen unnatürlichen Zahnwuchs verfügen. Dies ist nur eine kleine Ausführung der mannigfaltigen Möglichkeiten, jedoch weisen alle auf die Unnatürlichkeit und die abgrundtiefe Boshaftigkeit der Kreaturen hin.
Eigenschaften
Dämonen verhalten sich anderen Wesen gegenüber anmaßend, verletzend und zynisch, denn in ihren Augen sind alle anderen Rassen minderwertige Kreaturen. Selbst den Göttern zollen sie nur bedingt eine respektvolle Haltung. Sollte einer dieser Art einem anderen Geschöpf wohlgesonnen, gesittet und aufmerksam begegnen, ist besondere Vorsicht angebracht, denn meist verfolgen sie mit diesem Gebaren ein besonderes Ziel und erhoffen sich jenes von dem Gegenüber. Im Allgemeinen sind sie von boshafter Natur, lieben hinterhältige Manöver, Bedrohungen, Meuchelei und vereinen alle negativen Gefühlsregungen wie z. Bsp. Hass, Neid, Gier, Lust in ihrem Inneren.
Diese Wesen benötigen an sich keine Beköstigung, obgleich sie jegliche Art von Lebensmitteln und Getränken ohne Probleme verspeisen können. Dennoch wird man wohl eher auf Dämonen stoßen, die der Perversion folgen und sich an der lebenswichtigen Essenz, dem Blut und dem Fleisch ihrer Opfer laben. Die verdaute Kost wird nicht wie bei Erdenbewohnern ausgeschieden, sondern sie geben in jeglicher Form verschiedene Substanzen wie Gase, Säuren, schleimige Sekrete ab, die ihr näheres Umfeld verpesten.
Sie verbringen den größten Teil ihres Daseins in der Ebene ihrer Entstehung. Für sterbliche Lungen würde dieser Ort einem Todesurteil gleich kommen. Da aber auch diese Rasse der Atmung bedarf, sind sie mit kräftigen Lungen ausgestattet, um den giftigen Einflüssen der Sphäre im Reich des Chaos widerstehen zu können.
Diese Art benötigt ebenso wenig wie der Engel Schlaf, da sie nicht den Gesetzen der Natur unterworfen sind. Jedoch sind die mächtigen unter den Dämonen durchaus in der Lage, sich in einen schlafähnlichen Zustand zu versetzen und können über Jahre in diesem Dämmerzustand verweilen. Ebenso können sie in die Bewusstlosigkeit fallen, auch wenn es dem Gegenüber nicht leicht fallen wird, diese Begebenheit herbeizuführen.
An sich werden Dämonen aus der Materie des Chaos geformt und deswegen spielt für sie die Fortpflanzung im wesentlichen keine weitere Rolle. Dennoch sind einige Arten dieser Brut durchaus dazu geschaffen, ihr Erbe weiterzugeben und Bastarde in der realen Welt zu hinterlassen, die sogenannten Halbdämonen. Reinrassige Dämonen, die sich diesem sündigen Akt unterziehen, praktizieren es durch eigens entwickelte Riten.
Fähigkeiten
Dämonen, die Kreaturen des Chaos und der Finsternis, besitzen nicht von dem Moment ihrer Genesis fertig ausgeformte Begabungen und Geschicke. Anders wie bei den Erdenbewohnern, die sich im jahrelangen Studien mit den Kräften der Sinnestäuschung oder den Elementen beschäftigen, sind ihnen diese Gaben zwar bereits in die Wiege gelegt worden und werden instinktiv gebraucht, dennoch bedarf es täglicher Übungen, um diese auszuweiten und in ihnen wachsen zu lassen. Ebenso sei erwähnt, dass ein Dämon, der durch ein Blutspakt mit einem mächtigen Dämon erschaffen wurde, nie dessen Stärke erreichen würde. Diese nicht im Reich von Incendus geborenen Dämonen, müssen wie die Halbdämonen über Jahrhunderte hinweg trainieren, um ihre Mächte anschwellen zu lassen, obgleich sie ohne weiteres stärker als die Bastarde werden. Es ist kein Dämon bekannt, der all die verschiedenen Fähigkeiten der unterschiedlichen Arten vereint, sofern man diese dunklen Geschöpfe in Gattungen spezifizieren kann.
Jeder Dämon, der im Reich des Chaos seinen Ursprung hat, besitzt die angeborene Eigenschaft, sich zwischen den Ebenen zu bewegen, von einer in die nächste zu wandeln. Der Lebensbereich der Sterblichen wird von ihnen nicht als Heimat betrachtet, sondern sie verweilen auf jener Ebene nur als ungebetene Gäste. Dämonen betrachten die Welt nicht mit den Augen Sterblicher, sondern sie sehen die wahre Schöpfung in den Materien, somit sind sie nicht durch Vorspiegelungen falscher Trugbilder zu täuschen. Ein Großteil dieser Gattung besitzt die Gabe, das Zugegensein anderer Geschöpfe wahrzunehmen, ohne diese wirklich "sehen" zu müssen. Diesem Sinn ist es zu verdanken, dass es nahezu undenkbar ist, sich an die Besitzer der Fähigkeit heranzuschleichen, sich irgendwo zu verstecken, um sie zu bespitzeln oder eines Gegenstandes der Dämonen habhaft zu werden, ohne dass sie von ihnen bemerkt werden würden und ein Entkommen ihrer Fänge wahrlich unmöglich wäre.
Die Mehrheit besitzt eine übersinnlich schnelle Reaktionsgabe und strotzt voll phänomenaler Stärke. Man sollte daher nicht den Fehler begehen, Dämonen zu unterschätzen, selbst wenn ihre Fassade etwas völlig anderes vermuten lässt. Obgleich sie in der Lage sind, Hieb- und Stichwaffen zu nutzen, bestehen diese nicht aus herkömmlichen Rohstoffen der Erdenballs, sondern werden vorzugsweise aus Materialien der Chaos-Ebene geschaffen. Sollte es zu einem Nahkampf kommen, wird diese Brut eher die Besonderheiten des Körperbaus, wie Peitschenschweif, den Hörnern oder Stacheln oder „entarteten“ Gliedmaßen im Gefecht bevorzugen. Ebenso sind sie mittels ihrer Schwingen dazu befähigt, sich schnell abseits des feindlichen Aktionsradius in Stellung zu bringen, um ihre Magie wirken zu können oder sich blitzschnell und völlig unerwartet auf ihr Gegner stürzen.
Jeder Dämon besitzt eine für sich typische Fähigkeit, die ihm im Gefecht oder bei Übergriffen jeglicher Art unterstützen. Spezifiziert werden diese in elementarische, psychische oder physische Begabungen. Die Wandlung der äußeren Hülle ermöglicht es der Brut, sich unerkannt jedem zu nähern, sei es als zweibeiniges Wesen, ein Tier oder gar ein anderes Abbild aus der Schöpfung der Natur, wenn es sich um den oder die Erwählten nicht um einen starken Magier handelt, der die Gabe der Astralsicht besitzt und sich den Dämonen gleich nicht von Illusionen beirren lässt. Ebenso wenig können sie mittels dieser Technik Engel oder Artgleiche täuschen. Dennoch sei zu erwähnen, dass Dämonen nur über ein begrenztes Repertoire der Wandlung verfügen und nicht jeder dazu in der Lage ist.
Jene, die die Kraft der Elemente nutzen, beschränken sich nur auf ein Element. Dieses, sei es Wasser, Feuer, Erde oder Luft, können sie nach ihrem persönlichen Willen beeinflussen. Es bedarf keiner Präsenz des jeweiligen Elementes in ihrem unmittelbaren Umfeld, da sie durchaus dazu befähigt sind, diese heraufzubeschwören und es als Schutz gegen Angriffe oder als Waffe gegen ihren Gegner einsetzen.
Die psychische Magie bewirkt Sinnestäuschungen oder gefühlsmäßige Knechtschaft bei ihrem Gegenüber. Sie können den Geist zu ihrem Sklaven machen, ihn für ihre Zwecke missbrauchen oder paralysieren. Dabei sind Formen von vorgegaukelten Scheinbildern über Paranoia bis hin zu Angstträumen vertreten. Geschöpfe, die jener Fähigkeit zum Opfer fielen, sind selten in der Lage, sich eigenständig aus dieser Art von Magie zu lösen. Ein "Besessener" sollte auf schnellstem Wege in die heilenden Hände eines Engels oder zu einem Priester des Lichtes gebracht werden.
Stärken
So unterschiedlich wie die Anzahl der verschiedenen Lebensformen auf dem Erdball ist, so vielfältig sind ebenso die Stärken und Schwächen der Dämonen, so dass man jene hier nicht einzeln spezifizieren kann. Dennoch sollte es klar sein, dass jene Art meist über mehr Stärke und Agilität verfügt, als andere Geschöpfe in diesem Reich. Man könnte sagen, dass sie blitzschnell agieren, obgleich sie sich nur rasanter in den Ebenen bewegen können, da sie nicht dem Gesetz der Zeit unterworfen sind, was jedoch wahrscheinlich an ihrer Kraft zehren würde.
Jene Art der finsteren Brut, die sich am Leid oder den Seelen anderer Erdenbewohner erquicken, praktiziert dies mit einer gut durchdachten Taktik. Sie brandmarken ihre Opfer mit einem teuflischen Mal. Oftmals sind sich die Besessenen darüber nicht im Klaren, dass sich in ihrem Geist ein Dämon festgesetzt hat, der sie willentlich für seine Zwecke lenkt und beeinflusst. Lediglich der Gegenpart der Dämonen, sprich die Engel, sowie die Priester des Lichtes verfügen über die Gabe, den Dämon wieder aus dem Opfer auszutreiben. Elementardämonen sind wahre Meister ihres beherrschten Urstoffs und scheinen gegen Attacken des eigenen Elementes gefeit zu sein. Die alleinige Anwesenheit eines Dämons, auch wenn nicht gesagt werden kann, welche Art nun genau über diese Eigenschaft verfügt, kann bei anderen Lebensformen die psychische, physische und moralische Kraft schwächen.
Dämonen gewinnen an Stärke, wenn sie sich auf ungeweihter Erde befinden und jeglicher Gewaltakt sollte dort von anderen Rassen vermieden werden. Allein durch seine Stärke im Nahkampf, die unheilige Kraft seiner Waffe oder Klauen, die Fähigkeit Magie in ihnen zu bündeln und wirken, sich binnen eines Augenaufschlags von einem Ort an den nächsten zu bringen, ist der Dämon ein lebensgefährlicher Widersacher, dem man besser aus dem Weg gehen sollte.
