Kobold

Aus MDWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Ursprünglich entstammen die Kobolde der Anderswelt, in die sie immer wieder durch geheime Portale zurückkehren, wenn sie von der Sehnsucht nach ihren Wurzeln geplagt werden, aber auch um sich einige Zutaten zu besorgen, die sie nirgends anders auftreiben können. Es ist eine Welt, die neben der Materiellen besteht, aber nicht mit den Chaosebenen gleichzusetzen ist. Sie wird als unbeschreiblich schön, blendend, wandelbar und mystisch von jenen Wesen beschrieben, die durch einen Kobold dort hineingezogen wurden, doch der Aufenthalt dort wird mit einem Tribut gezollt. Je nachdem wie schnell sich die Zeit dort bewegt, kehrt er um Stunden, Monate oder Jahre gealtert zurück, wenn er nicht sogar selbst in betagtere Gesichter schauen muss.

Vor einigen Generationen fanden die kleinen Scherzbolde Gefallen daran, sich in den Häusern der Erdbewohner einzunisten, um sie mit ihren lustigen Streichen und dem nächtlichen Gepolter aus der Fassung zu bringen. Um die vermeintlichen Geister milde zu stimmen, wurde ihnen allabendlich ein Schüsselchen mit Essen dargeboten, sowie am Tage und zur Mittagsstund, was die Kobolde auch dankend annahmen und sich dem Schutz des besetzten Hauses verschrieben. So gewannen sie ein Dach über den Kopf, erfreuten sich über Speis und Trank, doch ihre Späße konnten sie nicht lassen und führen sie bis heute fort. Hat ein Kobold sich erst einmal eingenistet, wird er sich nicht mehr so schnell vertreiben lassen. Die Sprache der Kobolde würde kein sterbliches Wesen erlernen können, da sie hauptsächlich aus einem Kuddelmuddel aus knackenden und zischenden Geräuschen besteht. Die Kobolde besitzen aber die große Fähigkeit, sich die Sprache anderer in kürzester Zeit anzueignen, um sie mit lustig reimendem Schabernackzauber zu belegen, aber auch um mit ihnen in Kontakt zutreten.

Inhaltsverzeichnis

Erscheinungsbild

Das Aussehen der Winzlinge variiert sehr stark. Einige sind nur einen Fuß hoch, andere erreichen die stattliche Größe eines Busches. Die Hautfarbe reicht von einem grün, hinüber zu einem blau/grauen Ton bis hin zu einer erdigen Braunnuance, doch sind auch Kobolde bekannt, die eine gelbe Hülle besitzen oder ein auffallendes Rot. Der Vielfalt der Farben scheint hier keine Grenze gesetzt. Spitze Ohren, die denen der Elfen sehr ähnlich sind, spreizen sich vom Kopf ab und am Steiß findet sich bei vielen Unterarten dieser Rasse ein Schwanzfortsatz. Einige der listigen Gesellen besitzen ein Flügelpaar, doch gleichen die eher den Schwingen eines Vogels als dem einer Fee. Ihre Kleidung passen sie dem Farbklang ihrer Hautfarbe an oder reizen das Auge der Erdenbewohner mit einem knalliger Mischung an bunten Farben.

Charakter, Eigenschaften und Lebensweise

Kobolde sind meist von kleiner Statur, wuseln sich durch die Gegend und können in der Tat Nervensägen sein. Darüber hinaus sind sie pfiffig, heimtückisch, wahre Meister im Lügen, Beschwatzen, Verleiten, Umstimmen und beherrschen das Gebiet der Sinnestäuschung und List. Nicht jeder kleine Wichtel ist einfältig, auch wenn sie einesteils tölpisch, leichtgläubig sind und lässt sich von einem anderen Lebewesen auf die Schippe nehmen, der ihm etwas aufschwatzen will, das sich für den Kobold nachteilig auswirken kann. Man kann sagen, dass jeder Vertreter dieser Art wissensdurstig ist. Selbst wenn der enorme Drang der Neugier sie in manch verfahrene Konstellationen bringt, so kommen sie auf die aberwitzigsten Ideen, um sich aus dieser Lage hinaus zu manövrieren. Kobolde neigen zur Heimlichtuerei und scheinen aus allem und jedem ein Geheimnis zu machen.

Jene Wesen lassen sich schwer in Schublade stecken. Erscheinen sie einem am Tage angenehm und redselig, so können sie einen Tag drauf bissig und bösartig sein. Es ist ratsam, einem Kobold nie mit Übel zu begegnen, wenn man nicht eine ganz andere Seite des kleinen Mannes kennenlernen möchte. Ihren wahren Namen würden sie nie jemanden offenbaren, ganz gleich fromm das andere Geschöpf auch sein mag. Wer um ihn weiß, kann dem Kobold durch Magie oder Verwünschungen Schaden zufügen, auch wenn es nur ein harmlos ausgesprochener Fluch ist, der einem im Eifer des Gefechtes herausrutschen kann.

Kobolde lieben Musik über alles, ganz gleich ob sie sie selbst erzeugen, einfach nur zuhören oder tanzen. Manchmal hüpfen sie auch munter im Kreiss herum, ohne eine einzige Note zu vernehmen. Warum… weil es ihnen Spaß macht. Sie sind kleine flinke Wiesel, schwer zu fangen und führen meist ein verstecktes Leben. Sie sind dazu in der Lage, sich unsichtbar zu machen, doch bevor sie verschwinden, zieht meist ein Rauchgebilde auf und sie können sich in verschiedene Gegenstände verwandeln, wie z.Bsp. in einen Stein, eine Wurzel oder in einen herunter gefallenen Tannenzapfen.

Sie sind leidenschaftliche Sammler und lieben alles, was glitzert, funkelt und blinkt, auch wenn es für andere nur Krimskrams ist, so haben die Kobolde ihre wahre Freude dran. Sie stibitzen nicht, sondern legen es als weggefunden aus oder aber sie schwatzen ohne Unterlass auf jemanden ein und überzeugen sie, dass sie dieses Dingens gar nicht benötigen. Oftmals tauscht ein Kobold Sachen auch gegen das Objekt seines Begehrs ein, denn ein Meister der Redekunst muss nicht stehlen, auch wenn die Verlockungen manchmal recht groß erscheinen. Wie der Tauschhandel verläuft, entscheidet er nicht berechenbar. Manchmal ist es ein Rätsel, das beantwortet werden muss, manchmal wirkt er hinter dem Rücken etwas Magie, falls sich jemand extrem quer stellt, doch bei allem was er anstellt, hat er Spaß und steckt mit seinem lustigen Kichern selbst das härteste Mannsbild an.

Auf der anderen Seite kann er auch zum Fiesling werden und einen Fluch aussprechen, wenn es jemand wagen sollte, ihn zu bestehlen. Koboldflüche können über Jahre, gar ein ganzes Leben lang anhalten, wenn der Kobold wütend genug war, doch werden sofort gelöst, wenn man sich bei den kleinen Plagegeistern aufrichtig entschuldigt. Opfer von Koboldstreichen müssen oftmals eine Menge aushalten und sollten die Streiche mit Humor nehmen, denn wer sich an einem für seine Neckereien rächen will, zieht meist den Kürzeren. Sicher halten sich alle an das ungeschriebene Gesetz, niemanden willentlich zu verletzen, zu töten, noch kämpfen, doch das heißt ja nicht, dass er sich nicht mit Zaubern zur Wehr setzen darf.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem Stolperzauber, der für eine ordentliche Prellung des Hinterteiles sorgt oder Pusteln im Gesicht, die mit Sicherheit dafür Sorge tragen dürften, dass sich ihr Liebster oder die Geliebte sich ekelnd abwenden? Wäre es nicht zum Lachen, wenn man ihn in einen Steinkreis lockt und er ausgefallen beginnt zu tanzen und erst wieder aufhören kann, wenn es dem Winzling danach beliebt? Mal schauen, vielleicht würde jenen auch ein Lachzauber gefallen, der ihm am Folgetag Muskelkater am ganzen Leib beschert hat oder wäre nicht doch ein Hickszauber die bessere Wahl, der das Opfer für einen Tag vom Schluckauf besessen durch die Gegend laufen lasse würde? Ganz gleich, welchen Zauber er wirkt, ob peinlich, lustig oder ein boshafter, er wird stets mit viel Tamtam, viel Gehüpfe und Getue ausgeführt.

Zugang

Diese Rasse ist iene Grundrasse und somit von beginn an zugänglich.

Siehe auch

Persönliche Werkzeuge