Vampir
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Vampire sind untote Wesen in Menschengestalt, die in ihren Grabstätten hausen und tagsüber in ihrem Sarg schlafen. Sie leben ewig, sofern sie nicht vernichtet werden und zeichnen sich durch ihr bleiches Äußeres aus. Sie ernähren sich ausschließlich von Blut, wobei es natürlich jedem einzelnen überlassen ist. Es ist bekannt, dass sie über große Regenerierungsfähigkeiten verfügen, so heilen ihnen zugefügte Wunden innerhalb von Sekunden. Auch ist ihre körperliche und geistige Stärke um ein vielfachen größer als das der Menschen. Sie werden zwar älter, doch nicht vom Erscheinungsbild her. Ab dem Tag der Erschaffung verändert sich dieses nicht mehr. Ein geborener Vampir wächst sehr schnell heran, weil es bedrohter ist, als der Mensch es wäre und altert bis er die Pubertät überstanden hat.
Des Weiteren sind diese Vampire sehr edle Geschöpfe. Die meisten von ihnen sind sehr elegant, was nicht heißt, dass sie sich so kleiden, doch merkt man an ihrer Art und Weise sich zu bewegen, zu sprechen oder sich zu geben, ihre Erhabenheit. Sie sind sehr stolz und stehen in den meisten Fällen über dem Menschen und zeigen das auch nach außen. Ihre Sinne sind sehr fein. Sie riechen, hören und sehen besser, ihre Empfindungen sind auf ein Maximales gesteigert, allerdings ist ihr eigentliches Schmerzempfinden ein Gegensatz hierzu. Leichte Berührungen empfinden sie sehr intensiv, wohingegen ihre Schmerzgrenze bei Gewalt gar nicht empfindlich ist.
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Die Legende der Entstehung
Nachdem Kain seinen Bruder Abel getötet hatte, verstieß ihn der Vater in dir Einöde des Landes Nod, in die ewige Dunkelheit. Dort begegnete er Lilith, Adams erste Frau, die von Gott verstoßen wurde, nachdem sie die Freiheit der Unterwerfung vorzog. Lilith bot Kain, Wärme, Zuneigung und Liebe, was er in seiner Verdammnis nur allzu gern annahm. Kain wollte wissen, wie sie Dinge aus der Dunkelheit erschaffen könne und obwohl sie nicht wollte, erweckte sie ihn mit einem Kelch ihres Blutes. Lilith zeigte Kain seine verborgenen Kräfte, die dunklen, mystischen Fähigkeiten, die ihm Gott aus Zorn und Übereifer gab, doch es ihm verschwieg. Kain verfiel in einem Machtrausch und fühlte sich unbesiegbar, ja fast allmächtig. Mitten im Machtrausch seiner Fähigkeiten, erschien ihm drei Engel (Michael, Raphael und Uriel) und boten ihm Gnade an und mit Gott selbst und direkt reden zu dürfen. Doch Kain lehnte dem Rausch verfallen ab und schickte den Engel fort. Daraufhin wurde er von Gott zu ewigem Leben verurteilt und gezeichnet. Er wurde untot, aber unsterblich. Er sollte ewig seinen Sünden ausgeliefert sein, weder kann er im Sonnenlicht wandeln, die ihn verbrennt wie Feuer. Ebenso soll er sich von nun an nur von Blut ernähren können.
Kain war verzweifelt wegen des Fluches und riss an seinem Fleisch bis es blutete und trank es. Lilith gebot ihm aufzuhören und Kain tat es, doch tief in ihm war es zu spät. Er brach die Bande zu ihr und ging seinen eigenen Weg.
Aussehen
Als junger Vampir sehen sie nicht anders aus, als ein Mensch, abgesehen von zwei unauffälligen Eckzähnchen. Es ist möglich, dass ihre Augenfarbe intensiver und faszinierender wird. Werden sie älter, zeigen sich zunehmend unnatürliche Zeichen an ihnen. Ihre Haut wird blass, von marmorner Schönheit, makellos, die Poren verschwinden, ihre Adern scheinen durch die fast wächsern wirkende Oberfläche. Ihre Fingernägel werden immer mehr kristallen durchsichtig.
Die Sinne
Das Gehör ist ähnlich dem einer Eule, eines Nachtjägers, welches rein akustisch eine fressende Maus aus 20 Metern treffsicher erbeutet. Es besitzt ein größeres Spektrum in Tonlage, wie Tonhöhe und Tonstärke. Diese Sensibilität kann sich durchaus auch Schwäche herausstellen, wenn der der Vampir nicht darauf bedacht war, früh genug zu erlernen, Stimmen und Geräusche auszuschließen.
Die Augen erleben das nichtwirkliche, die Farben sind intensiver und sieht man eine unbewegte Statue an, so hat man das Gefühl, sie würden Deinen Blicken folgen, wären von einer unwirklichen Art des Lebendigen umhüllt. Vampire sehen das Leben an sich, sie sehen das Blut ihrer Opfer rosig durch ihre Adern pumpen, selbst das grässlichste, ist von einer bezaubernden Schönheit für sie umwoben. Ein neugeborener Vampir weint manchmal, so schön erscheint ihm die Welt um ihn herum. Die Tränen eines Vampirs sind aus Blut. Außerdem sind die Augen empfindlicher gegen die Helligkeit.
Die Haut ist wie bereits erwähnt, makellos. An ihr perlt jeder Schmutz ab, wie an Wachs, jedoch Makel, welche zu Menschenzeiten (Narben und dergleichen) auf sie kamen, können nicht mehr verändert werden. Für einen Menschen muss ein Vampir wie ein Wesen des Lichtes erscheinen, ein reiner, makelloser Engel, bis zu dem Moment, wie er seine Fangzähne ist das Fleisch seines Opfers schlägt. Die Haut eines Vampires besitzt Regenerationsfähigkeiten, zusammenhängend mit der Unveränderlichkeit des Seins kann ein Vampir es lernen, binnen Sekunden Schnittwunden zu verschließen, wobei das vergossene Blut wie von einem ausgetrockneten Schwamm aufgenommen wird.<
Der Geschmack, ist einzig auf die Wollust des Blutes beschränkt. Dieses ist für sie Ambrosia, die köstlichste Speise, welche es gibt. Nach menschlicher Nahrung verlangt es sie nicht, und sie nehmen sie daher nicht zu sich, stillt sie doch nicht ihren Hunger und ist ihr Geschmack für einen Vampir unwiederbringlich verloren.
Die Stimme ist ebenso weit gefasst, wie das Gehör. Sie können reinste unmenschliche Klänge von sich geben, ihre Stimme in ohrenbetäubender Lautstärke erklingen lassen. Sie besitzen ein sehr feines Gefühl für Harmonie und Nuancen, und wenn sie sich beherrschen, wird ihre Stimme für einen Menschen wie die eines Engels erscheinen, ebenso perfekt und makellos, wie ihre Gestalt.
Fähigkeiten
Die physische Stärke der Vampire liegt weit über dem eines normalen Menschen, selbst die jüngsten Vampire sind unheimlich stark. Dies ist von Vorteil, wenn man seine Nachtruhe in Katakomben oder ähnlichem hat, zu welche Türen führen, die man ohne Probleme selbst zu öffnen vermag, an welcher aber mindestens 10 Mann schieben müssten, um sie zu bewegen.
Die Geschwindigkeit eines Vampires ist um ein hundertfaches erhöht und steigt wie alles mit dem Alter. Selbst 100 Jährige Vampire können sich bereits so schnell bewegen, das ein menschliches Auge ihnen nicht zu folgen vermag und man höchstends einen Schatten vernehmen kann.
Telepathie - Etwas stärkere Vampire können Gedanken lesen, sowohl die der Opfer, als auch die seiner Mitvampire, jedoch lernten sie es meist, ihren eigenen Geist gegen ungebetene Besucher zu verschließen, zumal ein ständiges Vernehmen von Stimmen zum sicheren Wahnsinn führen würde. Diese Fähigkeit ist bei jungen Vampiren wenig ausgeprägt und ihre Perfektion kommt mit steigendem Alter.
Telekinese - Vampire vermögen mit Kraft ihrer Gedanken Gegenstände zu bewegen oder zu manipulieren. Diese Eigenschaft ist ebenfalls den älteren und damit mächtigeren Vampiren in dem Maße der Wirksamkeit vorbehalten. Nicht das junge Vampire es vermögen, aber wie bei der Telepathie wird ein gewisses Maß an Macht und Alter benötigt.
Entzünden - Je älter ein Vampir, desto stärker ist die Fähigkeit, Gegenstände oder Personen in Flammen aufgehen zu lassen. Diese Fähigkeit ist hauptsächlich den Alten vorbehalten oder denen, welche direkt vom Blut eines Alten tranken.
Fliegen - Vampire haben die Fähigkeit, sich durchaus in der Luft fortzubewegen, doch tun sie das äußerst ungern, denn der scharfe Wind schneidet allzu oft schmerzlich in die empfindlich feine Haut. Solche Unannehmlichkeiten zu tolerieren, beziehungsweise nicht zu spüren, ist einzig den mächtigsten Inne, deren Haut kaum mehr solch Empfindlichkeit aufweist.
Die Erschaffung neuer Vampire
Der allererste Zögling eines jeden Vampires ist sein stärkstes Kind. Mit der Anzahl weiterer Zöglinge sinkt deren Kraft, bis sie gänzlich schwach sind, gemessen gegen ihren Erschaffer. Vampire müssen das menschliche Herz soweit schwächen, das es kurz vor dem Tode steht, dies ist die ideale Pforte, welcher durch eine Gabe des eigenen vampirischen Blutes an seinen baldigen Zögling in dessen Körper gelangt, und den Tod einleitet, den Tod alles Sterblichen. Wurde der neue Vampir geboren, so entleert er sich bei Zeiten ein letztes Mal aller verbleibenden nichtvampirischen Reste, um sich fortan einzig von Blut zu ernähren.
Der Fluch der Unveränderlichkeit
Wenn ein Mensch zu einem Vampir gewandelt wurde, so ist er als Vampir in exakt jenem Stadium fixiert, wie er als Mensch gewesen ist, das heißt, jede Narbe, jede Wunde, die Haarlänge, der Haarschnitt, der eingerissene und abgeknaupelte Fingernagel: all dies bleibt bis in alle Ewigkeit oder den Tod des Vampires exakt so vorhanden. Es wird kein Nagel wachsen, kein Haar ausfallen und keine Hautschuppe verlorengehen.
Feuergänger
Jene Unveränderlichkeit ist auch Grund für die vielen Feuergänge der älteren Vampire, so wie die Zeit sich um sie wandelt, so bleiben sie starr in ihrem Jahrhundert, ihr Geist bleibt der eines Menschen seit ihrer Zeit, und wenn sich große Wenden antun, so kommen nicht viele mit den neuen Denkweisen klar, und werden von einer großen Depression, Langeweile und Einsamkeit erfasst. Diese Vampire vernichten sich selbst, indem sie in die Sonne gehen, oder sich ins Feuer stürzen. Nicht jeder Vampir hat die Ausdauer für die Unsterblichkeit.
Die Unsterblichkeit
Unsterblichkeit, das Geburtsrecht aller Kainiten, ist sowohl Segen als auch Fluch. Die meisten Kainiten sind allerdings nicht so blind vor Hochmut, dass sie sich selbst als „unsterblich" bezeichnen würden - sie ziehen den Begriff nicht sterbend vor. Als Nichtsterbende sind Kainiten von allen Verwüstungen frei, die die Zeit anrichtet. Sie altern nicht, wie Sterbliche es tun, ihre Glieder werden nicht schwächer, ihr Verstand lässt nicht nach. Sie bleiben auf einer bestimmten Altersstufe stehen und sehen immer so aus wie zu dem Zeitpunkt, als sie zum ersten Mal als Vampire in die Nacht aufbrachen - ihre Schönheit oder Hässlichkeit besteht für alle Zeiten. Unsterblichkeit hat noch andere Vorteile. Vampire sind immun gegen so gut wie alle Krankheiten, auch wenn sie leicht Seuchen übertragen, wenn sie von Stadt zu Stadt ziehen und sich von den Unachtsamen nähren. Da ihre Körper bereits tot sind, spüren Kainiten Schmerz nicht wie Sterbliche es tun und benutzen ihr unheiliges Blut, um Verletzungen zu heilen, die selbst gestandene Krieger fällen würden. Doch nur weil sie nicht wegen einer Schwertwunde das halbe Land vor Schmerz zusammenbrüllen, heißt es nicht, dass sie unempfindlich gegen Schmerzen sind. Unsterblichkeit ist aber gleichzeitig auch ein Fluch und im Laufe der Zeit entgeht kein Kainit der Melancholie und Langeweile der Ewigkeit. Die Jahrtausende erstrecken sich vor ihm, wie ein endloses, nie von der Sonne beschienenes Meer und angesichts dieses Meeres, fühlt sich selbst der mächtigste Vampir wie ein winziger Zwerg. Im Laufe der Zeit kommt jeder Vampir zu der Erkenntnis, das nichts von ewiger Dauer ist. Sie sehen die Stätten ihrer menschlichen Geburt zerfallen und zu Ruinen werden, geliebte Wesen werden alt, schwach, sterben und bald ist der Vampir selbst nur noch das Überbleibsel einer längst vergangenen Zeit. Die Kainskinder sind Herren der Nacht, denn die Nacht ist ewig wie sie selbst. Aber mit jeder Nacht, die vergeht, rückt die Apokalypse der Kainiten näher: Gehenna. Mag auch Kains jüngstes Gericht vielleicht noch Jahrhunderte, gar Jahrtausende auf sich warten lassen, die Unsterblichkeit sorgt dafür, dass die meisten seiner Nachkommen noch vorhanden sein werden, wenn es kommt. Dies ist ein Damoklesschwert, das ständig über jedem Vampir schwebt, eine Erinnerung daran, dass er eines Nachts für seine Sünden gerichtet werden wird, ganz egal, wie viele Jahrzehnte vergehen.
Der Fluch
Vampire gehören einem von Göttern verlassenen Geschlecht an und werden jede Nacht an dieses Erbe der Verdammnis, ihres Stammhalters Verurteilung, erinnert. Durch den Fluch des dunklen Vaters, den „Endlosen Tod", stehen Vampire letztlich wirklich und wahrhaftig außerhalb der menschlichen Gesellschaft. Durch ihn sind ihre Seelen der Verdammnis preisgegeben. Der Fluch verdammt alle Vampire zur Unsterblichkeit. Er treibt sie letztlich auch in den Hunger. Einmal von der Finsternis des endlosen Dunkels umfangen, kann man ihr nicht mehr entkommen. Vampire spüren den Fluch, der auf ihnen lastet, Nacht für Nacht und in jedem Augenblick. Er schreit ihnen aus jedem Tropfen Blut entgegen, den sie ihrem Opfer entlocken, um zu Leben und das Tier in Ihnen zu beruhigen. Versuchend einen Durst zu stillen, der nicht zu stillen war. Hungernd in jedem Augenblick ihrer Existenz bis in alle Ewigkeit, bis Golconda, bis zur endgültigen Vernichtung oder im schlimmsten Fall bis Gehenna.
Gehenna
Das Gehenna ist das gefürchtetste Ereignis für einen Vampir, dass man sich nur vorstellen kann. Die Vorsintflutlichen, die jetzt noch schlafen, werden aufstehen und ihre Kinder vernichten.
Eine einzige Hoffnung haben die Kainiten noch. Eine Frau soll sie retten können - oder zumindest interpretieren sie es so. Sie wird das "Zeichen des Mondes" tragen. Diese Frau wird von allen verstoßen werden und Leid und Schmerz erfahren, bevor sie erkannt wird.
Golconda
Golconda ist der Zustand, den eigentlich jeder Vampir anstrebt, da er den Ausgleich zwischen dem inneren Tier und der menschlichen Natur ist. Doch auch hier ist es wiederum verboten, darüber zu sprechen, aus dem einfachen Grund, den Gehorsam der Kainiten nicht zu brechen.
Der Kuss
Ein Vampir träg Kains Fluch als furchtbares Mal, das ihn zu einer Art Unsterblichkeit verdammt, in der er vom Tier hartnäckig verfolgt wird und doch liegt die ganze Grausamkeit seiner Existenz in Wahrheit nicht im Hunger nach Blut, sondern in der Fähigkeit, andere zum Leben in der Nacht verurteilen zu können. Der Akt, mit dem ein Vampir erschaffen wird, wird der Kuss genannt und steht als ultimatives Zeichen für kainitischen Hochmut, kainitische Hybris. Alle Vampire sind einsam, die Gesellschaft Sterblicher ist ihnen versagt und sie sind zu einem Leben in Finsternis verdammt. So sehnen sie sich irgendwann nach Gesellschaft. Mit der Zeit wird diese Sehnsucht stärker, immer berauschender und erfüllt die Vampire mit einer leidenschaftlichen Begierde, die nur durch den Kuss befriedigt werden kann. Einige suchen hierfür nach einem würdigen Zögling, dem sie ihr Blut vererben wollen. Andere sehnen sich nach einem Gefährten, einer verwandten Seele, die ihren Schmerz und ihre Verdammnis teilen kann. Dann gibt es die, die um der Macht willen zeugen, sich wahre Horden aus Untergebenen schaffen, die sie beschützen und versorgen. Ganz gleich, aus welchem Grund ein Kainit den Kuss weitergibt – Leidenschaft, Schönheit, Stolz, Macht, Mitleid, ja selbst Liebe - keiner dieser Gründe rechtfertigt dies Tun wirklich oder spricht den Kainiten frei von Schuld. Man kann den Akt des Kusses mit einer Werbung vergleichen. Das zukünftige Kind fängt den Blick des Erzeugers auf und der wiederum wird von der Lebhaftigkeit und Energie des Kindes angezogen. Manche Erzeuger verfolgen ihre Kinder und prüfen sie von weitem, lassen sie ihren Wert beweisen, vernichten langsam alles, woran den Kindern gelegen ist und schenken ihnen dann den Kuss. Andere werben um ihre Kinder und überschütten sie mit Geschenken und Liebesbeweisen. Niemand jedoch beschließt freiwillig, ein Vampir zu werden – nur die Törichten und Naiven glauben, sie hätten im Austausch für den Kuss freiwillig ihre Seele geopfert. Sterbliche, die nicht von ihren zukünftigen Erzeugern hingerissen sind und sich verzweifelt an ihr Leben klammern, haben gegenüber einem Vampir, der sich für sie entschieden hat, keine Chance. Hat ein Sterblicher erst einmal die Aufmerksamkeit eines der Verdammten auf sich gelenkt, ist der Tod eine Gnade – das Schlimmste, was ihnen geschehen kann, ist eine Existenz der endlosen Qualen als einer der Untoten. Letztlich gibt der Vampir dann seinen Gelüsten nach – sei es aus Liebe, Verzweiflung oder Leidenschaft – und zeugt, tauft sein Kind mit Blut und nimmt von ihm jenes kostbarste aller Geschenke entgegen, das Leben. Manche Kainiten versuchen, sich selbst zu täuschen und geben vor, durch den Kuss ihr Kind den Klauen der Zeit entrissen zu haben. In Wirklichkeit geben sie alle den Kuss weiter, weil sie von ihrem Kind besessen sind und sich dem nicht mehr entziehen können. Wie das Licht Motten anzieht, so sehnt sich der Vampir danach, den Menschen zu besitzen, ihn sich zu eigen zu machen, und der Kuss gestattet ihm das bis in alle Ewigkeit. Dies ist ein Widerspruch, der letztlich die Beziehung zwischen Kind und Erzeuger vergiftet. Der Kuss, der den Menschen in unsterblicher Perfektion erhalten soll, führt dazu, dass er vernichtet und korrumpiert wird. Mit dem Kuss versuchen Vampire vergeblich, die ihnen verloren gegangene Menschlichkeit zurück zu gewinnen und hoffen, sich in der Erschaffung eines neuen Vampirs irgendwie, wie durch Zauber, an das erinnern zu können, was sie vor langer Zeit einmal zu Menschen machte. Diese Hoffnung geht jedoch rasch zu Grunde, wenn ein Erzeuger merkt, dass sein Kind nicht anders ist als er: ein blutrünstiges, auf ewig zu einem Leben in der Nacht verdammtes Monster.
Zugang
Diese Rasse ist nach einigen Drachenkills zugänglich.


